Geschichte

1954
Paul Goede

Paul Goede

Unser Kleingärtner-Verein Wathlingen e.V. blickt auf eine über 50-jährige Geschichte zurück. In den Nachkriegswirren wurden in Wathlingen, nahe des Sportplatzes, kleine Parzellen angelegt. Die Flächen wurden lediglich durch Pflöcke abgegrenzt. Hier bauten Einheimische und Hergewehte das an, was sie so brauchten. Nicht weit von diesen Parzellen entfernt wurde dann 1954 die Kleingartenanlage in Wathlingen angelegt. Vereinsgründer war Herr Paul Goede.

Eigentümer des Grundstücks waren die Familie von Reden und die Feldmarkgenossenschaft Wathlingen. Sämtliche Arbeiten wie die Einzäunung der Gartenanlage, die Pflanzung der Außenhecke und die Parzellierung der damals 45 Gärten wurden in Gemeinschaftsarbeit erbracht. Für die Bepflanzung der einzelnen Parzellen wurde ein Sammelbestellung von Obstbäumen und Sträuchern durchgeführt um die Kosten für die einzelnen Mitglieder so niedrig wie möglich zu halten. In der geschaffenen U-förmigen Anlage wurden je zwei Handwasserpumpen für die Bewässerung der Gärten installiert. Später folgte dann eine Wasserleitung in den Hauptwegen mit einem Abzweig in die Gärten. Die kleine Pumpstation wurde ummauert. Hier half die Gemeinde mit einem Darlehen. Ein erstes Toilettenhäuschen aus Holz wurde gebaut, welches bei Regengüssen gerne zweckentfremdet wurde. Mit dem Bau des Sportheimes wurde dieses Problem besser gelöst. Einige Räumlichkeiten standen nun dem Kleingartenverein zur Verfügung.

1966 – 1978
Anbau

Anbau

Schon im Jahre 1966 wurde der Bau eines Gemeinschaftshauses beschlossen. Aufgrund begrenzter Mittel wurde 1968 der erste Anbau an das kleine Pumpenhäuschen vollzogen. Im nächsten Jahr wagte sich der Vorstand an einen zweiten, größeren Anbau heran. In diesen beiden Anbauten wurden dann die Mitgliederversammlungen abgehalten, welche bisher in Gasthäusern stattfanden. Es war aber alles sehr beengt. 1974 beschloss daher der Vorstand den vorhandenen Raum durch einen weiteren Anbau zu verdoppeln. 1975 konnte man das neue Vereinshaus einweihen. 1976 folgten dann noch ein Ölvorratsraum für den damaligen Ölofen, eine zusätzliche Toilette und 1978 ein Wirtschaftsraum.

1975

In diesem Jahr erfolgte der Bau eines neuen Brunnens. Dies geschah seinerzeit in solider Handarbeit mittels einer Schlämmbuchse bis auf eine Tiefe von 14 m. Ein kleiner, aber recht schöner Kinderspielplatz wurde westlich des Gemeinschaftshauses angelegt. Alle Spielgeräte, Tische und Bänke wurden selbst gebaut. Die Finanzierung erfolgte mit Hilfe von Spendengeldern der Mitglieder und einem Zuschuss des Landesverbandes.

1982

Einige Gartenpächter beantragten beim Vorstand elektrischen Strom für ihre Lauben, um Licht und und elektrische Geräte nutzen zu können. Der Vorstand unterstützte dieses Vorhaben und holte Kostenvoranschläge und Genehmigungen ein. Die Interessengemeinschaft der Stromabnehmer wurde gegründet. Um die erheblichen Kosten für dieses Vorhaben finanzieren zu können, wurden von jedem Stromabnehmer DM 400,00 (€ 204,52)  Stromanschlusskosten plus DM 50,00 (€ 25,65) Stromvorauszahlung eingezahlt. Diese Beträge werden noch heute bei einem Gartenwechsel vom Nachpächter an den Vorpächter bezahlt. Das Ausheben der Gräben auf den Hauptwegen erfolgte in Gemeinschaftsarbeit, das Graben vom Hauptweg zur Laube übernahm der Gartenpächter. Jeder Anschluss benötigte einen eigenen Stromzähler und so wurden auf den Hauptwegen auch Zählerkästen gesetzt.

1983

Wegebau

In diesem Jahr griff der Vorstand einen schon im Jahr 1970 eingebrachten Antrag auf Befestigung der Hauptwege wieder auf. Diese waren durch die Verlegung von Strom- und Wasserleitungen stark in Mitleidenschaft gezogen worden. 250 m² Betonplatten und 35 m³ Kies wurden in Gemeinschaftsarbeit verbaut.

1985 – 1986

Viele der Um- und Ausbauarbeiten am Gemeinschaftshaus wurden mit gebrauchten Materialien erstellt. Dieser Umstand rächte sich später, denn das Dach musste immer öfter repariert werden. Die Schäden aus den vielen Einbrüchen taten ihr Übriges. Durch die Fensterritzen pfiff im Winter der Wind und die Räume kühlten sehr stark aus. An eine Isolierung wurde damals noch nicht gedacht. Auf der Jahreshauptversammlung gaben die Vereinsmitglieder “Grünes Licht” für eine große Sanierung unter Verwendung brauchbarer Bausubstanz.

Nach Einholung aller Genehmigungen und der Aufstellung der Finanzierung, welche auch einen Zuschuss von der Gemeinde und eine Kreditaufnahme enthielt, musste sich der Vorstand im Frühjahr 1986 erneut die Zustimmung der Mitgliederversammlung einholen, da sich die Baukosten mehr als verdoppelt hatten. Die aufsichtführenden Firmen waren gewonnen, so konnte der gezielte Abriss und der Neuaufbau begonnen werden. Fast alles wurde in Gemeinschaftsarbeit getan. Nur die Elektroinstallation und der Heizungsbau wurde von ortsansässigen Fachfirmen ausgeführt. Selbst der von einer Firma vorgefertigte Dachstuhl wurde selbst aufgestellt und es mussten von dem Hersteller nur geringfügige Korrekturen vorgenommen werden.

So war es nach 2752 geleisteten Gemeinschaftsarbeitsstunden vollbracht. Das Richtfest konnte am 07. Juni 1986 gefeiert werden und am 17. Oktober erfolge die Einweihung des neuen Gemeinschaftshauses mit viel Prominenz und all den fleißigen Helfern und den Vertretern der beratenden Firmen.

© 2011 Kleingarten-Verein Wathlingen e.V. made by Brian Frank Taylor Suffusion theme by Sayontan Sinha